Samstag, 18. September 2010

Dresscode

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Mama hat Annemarie mal eine Woche lang jeden Tag ein Foto im Büro von mir gemacht. So könnt ihr sehen, was ich so anhabe (natürlich wechselt das auch mal durch). Insgesamt ist der Dresscode lockerer, als ich gedacht hätte: Die Herren vom Höheren Dienst (und es sind leider nur Herren) tragen zwar alle immer Anzug und Krawatte, aber die unteren Chargen kommen auch schon mal in Jeans und T-Shirt. An bis jetzt zwei Tagen war es so warm, dass ich auch mal einen Rock anziehen konnte, aber meistens ist es zu kalt dafür.


Montag


Dienstag


Mittwoch


Donnerstag


Freitag


Sams... äh, Antonio, der Putzmann ;-)







Montag, 30. August 2010

Independence Day

Obwohl es schon eine ganze Weile her ist, wollte ich doch noch kurz etwas zum 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag schreiben. Entgegen der allgemeinen deutschen Meinung ist das hier ein relativ normaler Tag (dieses Jahr fiel er auf einen Sonntag), an dem die Menschen ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen. Erst abends trifft man sich dann zum Barbecue mit Freunden und schaut danach noch das Feuerwerk an.








Da wir nicht sicherwaren, ob letzteres in San Francisco ob des Nebels überhaupt stattfindet (es fiel dann auch wirklich aus), fuhren Annemarie und ich ins warme und garantiert nebelfreie Mountain View im Silicon Valley. Dort trat die San Francisco Symphony vor ca. 10.000 Zuschauern auf einer schönen Freilichtbühne auf und spielte amerikanische Musik des 20. Jahrhunderts - von George Gershwin bis John Williams. Zu Beginn wurde natürlich erst einmal gemeinsam die Nationalhymne ("The Star-Spangled Banner") geträllert, wozu alle aufstanden und manche auch die Hand aufs Herz legten. In diesem Video könnt ihr mich singen sehen (der Opa hinter mir ist derjenige, der laut und schief singt :-)):






Als das Konzert eigentlich schon zuende war, begann am Himmel ein grandioses Feuerwerk, und das Orchester begann noch einmal zu spielen. Das ging dann insgesamt dreimal so, bis endlich die letzte Rakete erlosch! Insgesamt war es ein sehr gelungener Abend.


Mittwoch, 4. August 2010

"Summer" in the City

Während Deutschland in diesem Sommer schwitzt, frieren wir hier in San Francisco bei momentan 13°C, Nebel und starkem Wind. Diese Temperaturen sind in dieser Stadt durchaus normal, auch wenn es in diesem Jahr angeblich noch kälter ist als sonst. Das liegt einfach daran, dass S.F. auf einer Halbinsel liegt, die von drei Seiten vom 12°C kalten Pazifik umgeben ist. Im Landesinneren herrscht dagegen Sommerhitze (dauerhaft um 30°C); die Luftmassen treffen aufeinander und der berüchtigte Nebel entsteht. Momentan ist es sogar in Alaska wärmer!!

Seit ein paar Wochen haben wir die Sonne leider nur sehr selten gesehen. Wenn man Glück hat, kommt sie im Stadtteil Pacific Heights, wo das Konsulat liegt, über Mittag für 2-3 Stunden raus. Dort wo ich wohne, im Inner Richmond, ist sie wegen der Nähe zum Ozean leider noch viel seltener anzutreffen. Besonders krass sind die Temperaturunterschiede zu den Orten ringsherum: Kollegen, die in der East oder South Bay leben, berichten oft von Temperaturunterschieden von 20°C auf dem Weg von bzw. zur Arbeit!! Aber auch in der Stadt gibt es riesige Differenzen: Während Downtown (wo übrigens auch die Wetter-Messstationen stehen!) und in den süd-östlichen Stadtteilen die Sonne scheint, kommt es oft vor, dass weiter im Westen und Norden dicker Nebel hängt. Die Wolken erscheinen oft wie eine Wand, die ganz plötzlich anfängt und über die Hügel gekrochen kommt.

Jetzt sagt ihr bestimmt: "Aber in Kalifornien ist es doch immer warm und sonnig!" Tja, das dachte ich auch vorher :-(... Für den Süden und das Landesinnere stimmt das auch - aber wie sagen die Einheimischen so schön: "San Francisco is not California!" Und da haben sie in mehrerer Hinsicht Recht. Schon der Schriftsteller Mark Twain schrieb: "The coldest winter is the summer in San Francisco." Aber im September und Oktober soll es angeblich schöner werden. Hoffen wir das Beste...

Damit ihr es auch wirklich glaubt, hier ein paar Beweisfotos:


die Brücke ist um diese Jahreszeit fast nie nebelfrei


die Wolken hängen tief


selbst der Strand ist eher trostlos bei dem Wetter...


Ausblick aus dem Konsulats-WC: keine Bucht in Sicht


November ist in diesem Jahr früher!


ein ganz normaler "Sommertag"


in den südlicheren Stadtteilen kann man beobachten, wie der Nebel über die Hügel gekrochen kommt

Samstag, 17. Juli 2010

Betriebsausflug

Auch ein deutsches Konsulat macht jedes Jahr einen Betriebsausflug, und so machten wir uns Mitte Juni auf ins Sonoma Valley - neben dem benachbarten Napa Valley das wichtigste Weinbaugebiet in Kalifornien (und den USA). Zunächst tourten wir in einem Traktor-Anhänger durch die Benziger Winery, die sich den ökologischen Weinanbau auf die Fahnen geschrieben hat. Wir durften auch kräftig vom Wein probieren. Der Muskat hat mir am besten geschmeckt. Danach ging es weiter in den Jack London State Historic Park, der ehemaligen Ranch des Schriftstellers Jack London. Dort machten wir bei warmen Temperaturen ein gemütliches Picknick im Schatten. Schließlich gab es noch einen sehr kurzen Halt im hübschen ÖrtchenSonoma, in dem sich historische Gebäude um einen zentralen Platz gruppieren.


schöne Gegend, oder?!


Rose und Tanja


der Generalkonsul (Oberchef) und Michael (Chef)

Birgit, Leo und Nora





im Weinkeller



vor der Weinprobe





NATO-Merchandise



in Sonoma-Stadt

Rathaus

Statue in Erinnerung an die kurze Zeit der unabhängigen Republik Kalifornien


Mission Sonoma, die nördlichste spanische Mission in CA


Im Landesinneren ist es so warm, dass riesige Kakteen wachsen...

...aber wie immer ist die Brücke (und damit S.F.) im Nebel :-(

Sonntag, 11. Juli 2010

Reich beschenkt

Es gibt sicherlich für jeden Menschen Dinge, die für sein Wohlbefinden unabdingbar sind. Für mich sind das z.B. ein gutes Bett, eine Gitarre und ein Fahrrad. Alles drei hatte ich zu Beginn hier in San Francisco nicht und auch nicht das Geld, es zu kaufen. Aber die Wege des Herrn sind bekanntlich unergründlich, und so habe ich mit Geduld und durch das Wohlwollen meiner Mitmenschen jetzt alles drei :-)!

Nachdem ich Rückenschmerzen bekam, kaufte Helen mir ein brandneues Bett


Tyler lieh mir ihre Gitarre...


...und Gudrun ihr Fahrrad (inklusive Helm)


"Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr's empfangen." (Matth. 21,22)

Samstag, 5. Juni 2010

Alltagsleben in SF

Da ich vielen von euch noch gar nicht persönlich von meinem Leben hier erzählt habe, will ich euch heute ein wenig an meinem Alltagsleben in San Francisco teilhaben lassen. Dazu habe ich einige Bilder von meinem Haus und meiner Arbeitsstelle hochgeladen. Viel Spaß damit!


Der Richmond District (oder auch Little Chinatown): hier wohne ich


bunte Häuser in unserem Viertel

unsere Straße. Unser Haus ist auf der rechten Seite


unser Haus. Ich wohne unten, Helen in der Mitte und Pat oben


Haus von hinten und "Garten"


mein Zimmer


Helens Wohnzimmer und ihr Fernsehsessel


Helens Schlafzimmer


Küche

"Katzenzimmer"


Ezra ist ein etwas verrückter Kater und springt oft wie vom Hafer gestochen in der Gegend herum :-)


Bad


WC


unser Auto


unsere Kirche


eine katholische Kirche in der Nähe


Pat und Helen


ich im Presidio mit der Bucht im Hintergrund


die Bücherei, in der ich gerade sitze. Man beachte den witzigen Fahrradständer!



die Sonne hat hier manchmal so einen komischen "Halo" (Heiligenschein). Zuerst habe ich mich gefragt, ob die Welt jetzt untergeht, aber es sind wohl nur irgendwelche Eiskristalle ;-).


Das Deutsche Generalkonsulat. Hier arbeite ich jeden Tag von 7:30 - 16:30 Uhr... waaahh!


mein Schreibtisch. Im Hintergrund Annemarie


Diesen Helm + Notfallset hat jeder Mitarbeiter immer in Reichweite. Die Chance, dass sich hier ein großes Erdbeben ereignet, ist jederzeit hoch!


Blick aus dem GK-WC. Ernsthaft!


Im Lafayette Park esse ich oft mein Mittagsbrot